Sexuelle Belästigung ist absolutes No-Go!

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Rund 27 Prozent der Frauen berichten laut Statistik-Austria Studie von sexueller Belästigung.

Einer aktuellen Studie der Statistik Austria zufolge sind 16,41 Prozent aller in Österreich lebenden Frauen, die in einer intimen Partnerschaft waren oder sind, Opfer einer Form von körperlicher und bzw. oder sexueller Gewalt in einer Partnerschaft geworden. 26,59 Prozent der Frauen berichten von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

„Die Zahlen zu sexueller Belästigung am Arbeitsplatz sind erschütternd, überraschen mich aber leider nicht“, kommentiert FSG-GÖD Frauenvorsitzende Susanne Schubert die aktuelle Studie der Statistik Austria.

„Mir berichten immer wieder Frauen von den Belästigungen, denen sie an ihrem Arbeitsplatz ausgesetzt sind. Taxierende Blicke, übergriffige Nachrichten oder unerwünschte und scheinbar zufällige Berührungen werden dabei immer wieder genannt“, so Schubert.

Die Erfahrungen der Gewerkschafterin decken sich auch mit Ergebnissen der Studie.

Zu den häufigsten Formen werden darin mit 20,26 Prozent „unangemessenes Anstarren oder anzügliche Blicke“ genannt. „Sexuelle Witze oder übergriffige Bemerkungen über ihren Körper oder ihr Privatleben“ folgen mit 16,21 Prozent. 14,60 Prozent berichten über „unerwünschten Körperkontakt“.

„Um geschlechtsspezifischer Gewalt ein Ende zu setzen, müssen alle, also auch Kolleginnen und Kollegen, wachsam sein und bei Belästigungen unverzüglich einschreiten und sich an Führungskräfte, BetriebsrätInnen oder PersonalvertreterInnen vor Ort oder an die Gewerkschaft wenden. Wir haben null Toleranz bei Gewalt an Frauen, weder zuhause noch in der Arbeit!“, so Schubert.

Vorgesetzten empfiehlt Schubert dringend, verstärkt auf Präventionsmaßnahmen wie Schulungen und Weiterbildungen zum Thema zu setzen und eindeutig Stellung zu beziehen. „Am Arbeitsplatz muss klar sein, dass sexuelle Belästigung ein absolutes No-Go ist. Führungskräfte sind verpflichtet bei Kenntnisnahme vorzugehen, das muss auch den Belästigern bewusst gemacht werden“, schließt Schubert.

Wenn du von sexueller Belästigung oder Gewalt am Arbeitsplatz betroffen bist, dann wende dich an die BetriebsrätInnen oder die PersonalvertreterInnen vor Ort oder kontaktiere deine Gewerkschaft.