Internationaler Weltfrauentag 2020

Als Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen in der GÖD setzen wir uns seit Jahrzehnten für Chancengleichheit und Gleichberechtigung, Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie für Verbesserung der Aufstiegschancen von Frauen im öffentlichen Dienst ein.

Die Zahl der im öffentlichen Dienst beschäftigten Frauen ist hoch und steigt kontinuierlich. Der Gender Pay Gap, also der Unterschied zwischen den Gehältern von Frauen und Männern, wird immer geringer und liegt bei knapp über 10 Prozent.

Aktuell liegt der Frauenanteil bei 42,4 Prozent. Bei den Vertragsbediensteten sind es 58,8 Prozent, bei den BeamtInnen 26,4 Prozent. Ein besserer Indikator für den Grad an Gleichberechtigung im Erwerbsleben als der Frauenanteil insgesamt ist aber die Anzahl von Frauen in Führungspositionen. Gehen doch Führungspositionen nicht nur mit Entscheidungs- und Gestaltungsmöglichkeiten einher, sondern auch mit einem höheren Einkommen. Letzteres wirkt sich wiederum auf den geschlechtsspezifischen Einkommensunterschied aus.

Auch hier sind die Zahlen für den öffentlichen Dienst grundsätzlich positiv: Seit 2006 sind die Anteile von Frauen in Führungspositionen auf allen Ebenen angestiegen. Im Jahr 2018 betrug der Frauenanteil in Führungspositionen 35,8 Prozent. Zum Vergleich im Jahr 2006 lag der Anteil noch bei 27,7 Prozent.

„Der Anstieg der weiblichen Bediensteten im öffentlichen Dienst und die positiven Entwicklungen in nahezu allen Bereichen sind erfreulich. Die Zahlen zeigen uns, dass Frauenförderung, Frauenpolitik und der jahrzehntelange Einsatz unserer Vorkämpferinnen wirksam sind.“, betont FSG-GÖD Frauenvorsitzende Susanne Schubert.

„Wir müssen und werden den Kampf um Gerechtigkeit und Gleichstellung der Geschlechter weiterführen, schließlich gibt es trotz erfreulicher Entwicklungen immer noch Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern. Frauen sind noch immer häufiger teilzeitbeschäftigt und kommen auf der Führungsebene immer noch zu kurz!“, so Schubert abschließend.

Wie bereits die feministische Schriftstellerin und Philosophin Simone de Beauvoir (9.1.1908-14.4.1986) sagte: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen nichts.“

Quelle: Das Personal des Bundes, Zahlen und Fakten (2019)