Regierung spart bei Wiener Pflichtschulen: 1.300 SchülerInnen mehr, 120 LehrerInnen weniger

An Wiens Pflichtschulen stehen künftig bei 1.300 SchülerInnen mehr 120 Lehrkräfte weniger zur Verfügung. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, sollte eigentlich auch dem zuständigen Bildungsminister klar sein…

Das Geld für das Lehrpersonal an Pflichtschulen kommt vom Bund. Und genau hier soll jetzt der Sparstift angesetzt werden. Gekürzt werden soll bei der Integration und der Sprachförderung – mit dem Argument, dass die Zahl der Flüchtlinge in Österreich rückläufig sei.

„Natürlich kommen heute kaum zusätzliche Flüchtlingskinder mehr ins Land. Aber diejenigen, die vor ein, zwei oder drei Jahren gekommen sind, die sind noch immer schulpflichtig und müssen professionell betreut werden“, kritisiert der FSG-Vorsitzende der Gewerkschaft der PflichtschullehrerInnen, Thomas Bulant, die bevorstehenden Kürzungen.

Aber auch im Bereich der Schuladministration gibt es Handlungsbedarf. „Von der Stadt Wien würden wir uns ein Aufstocken der administrativen Hilfskräfte für die Direktionen wünschen, da auch diese eine immer größer werdende Fülle von Aufgaben zu erledigen haben“, so Bulant.

Die FSG-PersonalvertreterInnen fordern daher zusätzliche Ressourcen für die Pflichtschulen statt ein sinnloses Zusammenkürzen dringend notwendiger Unterstützungsleistungen.