Europäische GÖD: Solidarität mit österreichischer Gewerkschaft im Kampf gegen 60-Stunden-Woche und Zerschlagung der Sozialversicherung

Nicht nur hierzulande sorgen die unsozialen Gesetze der türkis-blauen Bundesregierung für Kopfschütteln und Unverständnis.Der europäische Gewerkschaftsbund des Öffentlichen Dienstes (European Public Service Unions, EPSU) hat sich nun mit dem Kampf der österreichischen Gewerkschaft gegen die 60-Stunden-Woche und gegen die Zerschlagung der Sozialversicherung solidarisch erklärt.

In der Unterstützungserklärung beklagen die EPSU, dass die Einführung der 60-Stunden-Woche in Österreich de facto einen Rückschritt ins 19. Jahrhundert bedeute. „Die Entwicklung in Österreich ist europaweit für alle Gewerkschaften besorgniserregend. Österreich setzt ein Negativbeispiel und untergräbt Europa als Sozialprojekt – und das gerade während der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft.“

Auch die Reform der Sozialversicherung findet im Solidaritätsschreiben der EPSU Erwähnung. „Die Sozialversicherung wird zentralisiert, die Verwaltungskosten werden steigen und es besteht sogar das Risiko, dass die Sozialversicherung künftig privatisiert werden soll.“ Auch die Schwächung der Rolle der Gewerkschaften in den Gremien der Selbstverwaltung bereitet der EPSU Sorgen.

„Die EPSU werden mit ihren österreichischen Verbündeten das Bewusstsein dafür schärfen, dass die Agenda der Rechtskonservativen eine Agenda der Arbeitgeber ist und keinerlei Fortschritt oder Schutz für die ArbeitnehmerInnen bedeutet. Wir erklären uns solidarisch mit den österreichischen ArbeitnehmerInnen in ihrem Kampf gegen diese unsozialen Gesetze.“

Die Unterstützungserklärung wurde am 7. November in Brüssel während des Treffens des EPSU-Exekutivkomitees beschlossen. Nachzulesen ist der Text im englischen Original hier.

Alle Infos zur 60-Stunden-Woche unter: www.neinzum12stundentag.at

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